Umzug der Blieskasteler Polizei

Grüne sehen offene Fragen beim geplanten Umzug der Blieskasteler Polizei

 

Polizeipräsenz in der Nacht für Sicherheitsgefühl unerlässlich

 
Pres­se­be­rich­ten zufol­ge plant die Blies­kas­te­ler Stadt­ver­wal­tung in Abstim­mung mit dem saar­län­di­schen Innen­mi­nis­te­ri­um den Umzug des Poli­zei­re­viers von der Mol­ke­rei­stra­ße in Weben­heim in das Haus des Bür­gers (Rat­haus III) in der Innen­stadt. Die Poli­zei soll ins sicht­ba­re Umfeld gerückt wer­den, damit wol­le man mehr Bür­ger­nä­he und Prä­senz vor Ort errei­chen. Für die grü­ne Stadt­rats­frak­ti­on bleibt jedoch nach die­ser Bekannt­ma­chung noch einer der wich­tigs­ten Punk­te unbe­ant­wor­tet:
Für uns Grü­ne ist die Fra­ge nach der feh­len­den Nacht­prä­senz der Poli­zei in Blies­kas­tel und Umge­bung dadurch nicht geklärt. Die Ört­lich­keit des Poli­zei­re­viers spielt für das Sicher­heits­ge­fühl der Men­schen eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le. Von Bedeu­tung ist viel mehr ob die Poli­zei im Ernst­fall zuver­läs­sig und zeit­nah am ver­meint­li­chen Tat­ort ein­tref­fen kann. Dazu bedarf es jedoch eines kon­kre­ten Kon­zep­tes für eine effek­ti­ve Poli­zei­prä­senz in der Nacht im Blies­gau“ so Bür­ger­meis­ter­kan­di­da­tin und Stadt­rä­tin der Grü­nen Lisa Becker.

Nach Auf­fas­sung der Grü­nen wird durch eine räum­li­che Zusam­men­le­gung von Orts­po­li­zei­be­hör­de und Voll­zugs­po­li­zei zwar die Abstim­mung zwi­schen den bei­den Behör­den opti­miert, was auch zu Syn­er­gi­en füh­ren kön­ne, aber die tat­säch­li­che Ein­satz­fä­hig­keit der Poli­zei wür­de sich dadurch – vor allem in der Nacht – nicht ver­bes­sern.

Stadtverwaltung muss für Aufklärung sorgen und Landesregierung muss Versprechen halten

 
Wie die Grü­nen wei­ter mit­tei­len, füh­re die nächt­li­che Schlie­ßung der Poli­zei­re­vie­re in allen drei Bliestal­ge­mein­den (Man­del­bach­tal, Gers­heim, Bies­kas­tel) dazu, dass die Poli­zei aus Hom­burg die Gebie­te in die­ser Zeit mit abde­cken muss. Dies hät­te in eini­gen Fäl­len bereits zu erheb­li­chen Ver­zö­ge­run­gen geführt, bis poli­zei­li­che Hil­fe für die Opfer ein­ge­trof­fen sei.

Bedau­er­li­cher­wei­se wur­de die Pres­se­mit­tei­lung der Stadt­ver­wal­tung nicht genutzt, um zu klä­ren, ob das Innen­mi­nis­te­ri­um sein Ver­spre­chen hält und der­zeit auch nachts immer Ein­satz­fahr­zeu­ge im Stadt­ge­biet unter­wegs sind. Die Opfer der Ein­bruch­se­rie bekla­gen sich, dass die Ein­satz­kräf­te von Hom­burg kom­men muss­ten und über 20 Minu­ten brauch­ten, bis sie vor Ort gewe­sen sei­en“, mahnt Lukas Paltz, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der der Grü­nen im Stadt­rat an und ver­weist auf die Anfra­ge sei­ner Frak­ti­on an die Stadt­ver­wal­tung.

Die Blies­kas­te­ler Bür­ge­rin­nen und Bür­ger hät­ten nach Mei­nung der Grü­nen ein Recht dar­auf zu wis­sen, ob der Innen­mi­nis­ter sei­ne Arbeit gewis­sen­haft erle­digt und die Poli­zei in der Lage ist, nachts im Stadt­ge­biet prä­sent zu sein.
„Die Zah­len spre­chen für sich: Laut Zei­tungs­be­richt hat das Poli­zei­re­vier Blies­kas­tel ein­schließ­lich der Poli­zei­pos­ten in Gers­heim und Man­del­bach­tal noch 21 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter. 2014 sei­en es noch 37 Poli­zis­tin­nen und Poli­zis­ten gewe­sen, merkt die Bür­ger­meis­ter­kan­di­da­tin und Stadt­rä­tin der Grü­nen Lisa Becker zum Abschluss noch kri­tisch an.

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