Kirchheier Hof (Googlemaps)

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Grüne Blieskastel: Erhalt des Kirchheimer Hofes — Landrat soll sich an Baurecht halten

Erst kürz­lich hat der SR erneut über eine Bau­vor­anfra­ge des Eigen­tü­mers des Kirch­hei­mer Hofes berich­tet. Der Eigen­tü­mer möch­te dort ein Ein­fa­mi­li­en­haus an einer Stel­le errich­ten, an der sich der­zeit eine älte­re, nicht unter Denk­mal­schutz ste­hen­de Scheu­ne befin­det.

Der Stadt­rat von Blies­kas­tel hat im Sin­ne der Ver­wal­tung bereits ent­schie­den, dass er das Ein­ver­neh­men zu die­ser Anfra­ge nicht her­stellt, da das Vor­ha­ben bau­rechts­wid­rig ist. Der Land­rat hin­ge­gen sieht die Sach­la­ge anders und will dem Eigen­tü­mer den Neu­bau in bes­ter Lage ermög­li­chen. Das eigent­li­che Wohn­haus des Kirch­hei­mer Hofes, wel­ches bis zum Ver­kauf an den jet­zi­gen Eigen­tü­mer auch noch bewohnt war, weist seit dem letz­ten Jahr Schä­den an Dach und Mau­er­werk auf“, berich­tet Lukas Paltz, Par­tei- und Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der von Bünd­nis 90/Die Grü­nen Blies­kas­tel.

Funktion als Untere Bauaufsichtsbehörde nicht missbrauchen

Für die Blies­kas­te­ler Grü­nen hat es obers­te Prio­ri­tät, dass sich jeg­li­ches Vor­ge­hen im Rah­men des bau­recht­lich Mög­li­chen bewegt. „Das Bau­amt der Stadt­ver­wal­tung hat eine aus­ge­zeich­ne­te Arbeit geleis­tet und in der ent­spre­chen­den Vor­la­ge genau her­aus­ge­ar­bei­tet, wes­halb eine nöti­ge Pri­vi­le­gie­rung des Vor­ha­bens nicht gege­ben ist. Des­halb ist es für uns nicht nach­voll­zieh­bar, wes­halb der Land­rat hier ‚mög­lich machen will, was recht­lich gar nicht geht‘ (SR3 Bericht, Regi­on am Mit­tag vom 05.12.2017) und sich kraft sei­nes Amtes über die kom­mu­na­le Pla­nungs­ho­heit hin­weg­set­zen möch­te. Wir appel­lie­ren daher an das Rechts- und Demo­kra­tie­ver­ständ­nis von Land­rat Theo­phil Gal­lo und for­dern die­sen dazu auf, sei­ne Funk­ti­on als Unte­re Bau­auf­sichts­be­hör­de nicht zu miss­brau­chen, um Ein­zel­in­ter­es­sen zu bevor­zu­gen oder durch­zu­set­zen. Die Rechts­auf­fas­sung der Stadt­ver­wal­tung ist durch ver­gan­ge­ne Gerichts­ur­tei­le belegt und gesi­chert. Das Land­rats­amt hin­ge­gen hat sich bis­her jedoch um eine juris­tisch aus­ge­ar­bei­te­te Begrün­dung dem Stadt­rat gegen­über gedrückt und beruft sich auf exter­ne Stel­lung­nah­men“, erklärt Lisa Becker, Par­tei­vor­sit­zen­de von Bünd­nis 90/die Grü­nen Blies­kas­tel und Juris­tin.

Stadt kann klagen — Denkmalschutz des Kirchheimer Hofes von besonderer Bedeutung

Der Kirch­hei­mer Hof hat für die Blies­kas­te­ler Bünd­nis­grü­nen einen beson­de­ren his­to­ri­schen Wert, den es im Sin­ne des saar­län­di­schen Denk­mal­schutz­ge­set­zes zu schüt­zen gilt.
„Soll­te der Land­rat an sei­ner bis­he­ri­gen Ankün­di­gung fest­hal­ten und den Ver­such unter­neh­men, an dem Stadt­rat vor­bei Tat­sa­chen zu schaf­fen, hat die Stadt Blies­kas­tel die Mög­lich­keit, dage­gen juris­tisch vor­zu­ge­hen. Der Erhalt des ursprüng­li­chen, nun stark beschä­dig­ten Wohn­hau­ses hat für uns eine her­aus­ra­gen­de Bedeu­tung. Wir sehen den Kirch­hei­mer Hof als gan­zes Ensem­ble und wol­len kei­ne bau­rechts­wid­ri­ge Zer­split­te­rung des Anwe­sens“, erklärt Lisa Becker abschlie­ßend.

 

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