Wahlprogramm #BLK2019

Liebe Blies­kas­tele­rinnen und liebe Blieskasteler,

wir GRÜNE konnten in den ver­gangen 10 Jahren schon einiges für unsere Stadt und unsere Dörfer errei­chen. Trotz vieler Erfolge haben wir aber noch viele wei­tere Ideen und Vor­schläge, mit denen wir zur Ver­bes­se­rung unseres Gemein­we­sens bei­tragen möchten.

Unsere Vision ist ein Blies­kastel, das als Zen­trum der Bio­sphäre zu einem Vor­reiter in Sachen Nach­hal­tig­keit und Öko­logie wird und dessen nach­hal­tige Wirt­schaft zum Wohl­stand aller bei­trägt. Ein Blies­kastel, das seine Tra­di­tionen pflegt, aber auch offen für Neues ist. Denn wir brau­chen eine zukunfts­fä­hige Stadt mit lebens­werten Dör­fern für unsere Kinder und Enkel.

Wir treten mit einem aus­ge­wo­genen und hoch­mo­ti­vierten Team, bestehend aus jün­geren und älteren, erfah­renen sowie neuen Kan­di­da­tinnen und Kan­di­daten, für die Kom­mu­nal­wahlen an.

Da wir uns auch in Zukunft mit Herz und Ver­stand für unsere Heimat ein­setzen wollen, bitten wir Sie am 26.Mai um Ihre Stimme! Für unsere Bür­ger­meis­ter­kan­di­datin Lisa Becker, den Stadtrat, die Orts­räte und den Kreistag.

Vielen Dank für Ihr Ver­trauen und herz­liche Grüße.

Ihre GRÜNEN Blieskastel

Bildung und Betreuung

 

Die Grundlage für gleiche Chancen für alle ist Bildung

Des­halb ist der freie Zugang zu Bil­dung für uns GRÜNE eine zen­trale Gerech­tig­keits­frage. Bil­dung darf weder von der Her­kunft noch von den Lebens­um­ständen oder gar dem Geld­beutel der Eltern abhängig sein.

Kindertagesstätten mit gutem Krippenangebot

Wir haben in den letzten Jahren die Wei­chen für eine gute Ver­sor­gung im KiTa-Bereich gestellt: Neben Sanie­rungen und Neu­bauten haben wir die Betreu­ungs­an­ge­bote erwei­tert, vor allem Krip­pen­plätze geschaffen.
Der erst kürz­lich eröff­nete Wald­kin­der­garten stellt ein Vor­zei­ge­pro­jekt im vor­schu­li­schen Bereich dar und passt per­fekt zu dem Gedanken der Bio­sphäre. Wir GRÜNE möchten noch wei­tere Betreu­ungs­an­ge­bote im Bereich der Natur und des Forstes in Blies­kastel vor­an­bringen und das Angebot stetig aus­bauen, damit alle Vor­schul­kinder mit der Bio­sphäre prak­tisch in Berüh­rung kommen, sei es im Wald, am Bach sowie auf der Orchi­deen- oder Streuobstwiese.

Ein wich­tiges Ziel für uns Grüne ist es, die Redu­zie­rung, am liebsten die Abschaf­fung der Eltern­bei­träge zu errei­chen, damit bereits in diesem Alter gleiche Start­chancen bestehen und junge Fami­lien finan­ziell nicht so stark belastet sind.

Dazu gehören auch die Inves­ti­tionen in die Gebäude und, wenn nötig in Neu­bauten. Betreu­ungs­an­ge­bote müssen flä­chen­de­ckend und von guter Qua­lität sein. Auch zukünftig werden wir uns für Inves­ti­tionen in die Gebäu­de­sa­nie­rung, in Neu­bauten und Betreu­ungs­an­ge­bote stark machen – für gute Bil­dung und die Ver­ein­bar­keit von Familie und Beruf.

Hervorragender Schulstandort Blieskastel

Neben Städten wie St. Ing­bert, Hom­burg, Saar­louis und Neun­kir­chen ist auch Blies­kastel ein Mit­tel­zen­trum und muss daher eine bestimmte Ver­sor­gungs­struktur vor­halten. In den städ­ti­schen Grund­schulen herrscht an man­cher Stelle ein großer Sanie­rungs­stau, den es drin­gend zu besei­tigen gilt. Asbest­ver­seuchte Klas­sen­räume und Jahr­zehnte alte Toi­let­ten­an­lagen darf es nicht länger geben. Wir wollen, dass die Sanie­rung der Schul­ge­bäude und Inves­ti­tionen in die Schulen oberste Prio­rität genießen. Wir werden uns auch wei­terhin – wie zum Bei­spiel bei der Grund­schule Schloss­berg – für eine zügige Sanie­rung einsetzen.

Die beiden wei­ter­füh­renden Schulen – das Von der Leyen-Gym­na­sium und die Geschwister Scholl-Schule – sollen auch in Zukunft eigen­ständig bleiben und wir werden uns beim Landrat für Inves­ti­tionen in die beiden Schul­stand­orte stark machen.

Die Nach­mit­tags­be­treuung sowie die FGTS in den Schulen sollen aus­ge­baut werden. Hier soll nicht nur deren Qua­lität ver­bes­sert werden, son­dern es muss auch allein­er­zie­henden Eltern­teilen zeit­lich die Mög­lich­keit gegeben werden, am Berufs­leben voll teil­haben zu können.

Das viel­dis­ku­tierte Thema Inklu­sion macht auch vor Blies­kastel nicht halt. Wir setzen uns für opti­male Bedin­gungen aller Kinder, ob behin­dert oder nicht behin­dert, ein wie es die UN-Men­schen­rechts­kon­ven­tion vor­sieht, – hierzu zählt vor allem eine der­zeit oft nicht gewähr­leis­tete indi­vi­du­elle För­de­rung inklu­siver Schüler*innen.

 

Biosphäre und Tourismus

Biosphäre und Tourismus

 

Seit 2009 haben wir die Anerkennung als Biosphärenreservat Bliesgau.

Zwar hat sich bereits einiges getan – Blies­kastel ist auf Grund unseres Antrages fair trade-Stadt, außerdem noch città­slow-Stadt und Ess­bare Stadt. Tou­ris­mus­an­ge­bote werden stetig aus­ge­baut – aber es ist noch viel Luft nach oben.
Wir wollen die Zusam­men­ar­beit der Bio­sphä­ren­ge­meinden sowie auch die der angren­zenden Bio­sphä­ren­re­ser­vate Pfäl­zer­wald und Vosges du Nord (Nord­vo­gesen) unter­ein­ander ver­bes­sern – Syn­er­gien schaffen –, den „Mas­ter­plan 100 % Kli­ma­schutz“ umsetzen und das „Regio­nale Ent­wick­lungs­kon­zept“ mit Leben füllen.

Tourismus

Der Tou­rismus hat sich in den ver­gan­genen Jahren stetig wei­ter­ent­wi­ckelt. So hat sich der Ausbau von Feri­en­woh­nungen in his­to­ri­schen Gebäuden der Alt­stadt, aber auch in den schönen Dör­fern des Blies­gaus erhöht. Aller­dings kann diese Situa­tion nicht dar­über hin­weg­täu­schen, dass ein Hotel drin­gend nötig ist: Hier ent­spricht das Angebot nicht der Nachfrage.

Wir GRÜNEN setzen uns daher für eine offen­sive Suche nach einem Investor für ein Hotel ein, das Aktiv-Tou­risten einen schönen Auf­ent­halt in der Bio­sphäre ermög­licht und wel­ches gleich­zeitig aber auch als Über­nach­tungs­stätte für den Kon­gress­standort des Bio­s­sphä­ren­hauses genutzt werden kann.
Für die Blies­kas­teler Feri­en­woh­nungen wollen wir eine bes­sere Ver­mark­tung sei­tens der Stadt anbieten. Hierzu soll der Bio­sphä­renzweck­ver­band in Zusam­men­ar­beit mit den zuge­hö­rigen Städten und Gemeinden ein Tou­ris­mus­kon­zept auf den Weg bringen, um die über­re­gio­nale Ver­mark­tung stärker in den Fokus zu rücken.

Die Bio­sphäre Bliesgau gilt es als Qua­li­täts­marke und Kenn­zei­chen wei­ter­zu­ent­wi­ckeln, wodurch die regio­nale Wert­schöp­fung gestei­gert werden soll. Wir wollen tou­ris­ti­sche Ange­bote weiter aus­bauen, vor allem auch in Koope­ra­tion mit Betrieben, die den Bio­sphä­ren­ge­danken mit­tragen. Viel­fach fehlt inner­halb der Stadt noch die Iden­ti­fi­ka­tion mit der „Bio­sphäre Bliesgau“, dies kann nur durch gezieltes (An-)werben ver­än­dert werden.

Bürgerbeteiligung und Kommunikation

Bürgerbeteiligung und Kommunikation

 

In einer ver­bes­serten Kom­mu­ni­ka­tion sehen wir in jeder Hin­sicht den Schlüssel zum Erfolg. Wir wollen eine andere Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kultur sei­tens der Stadt­ver­wal­tung eta­blieren. Egal, ob bei Bau­vor­haben inner­halb der Stadt, bei Maß­nahmen, die ins Orts­ge­schehen ein­greifen oder die ein­zelnen Men­schen betreffen.

In vielen Fällen sind in der Ver­gan­gen­heit eine ver­säumte Infor­ma­tion oder Aus­sprache der Grund für Miss­stim­mungen. Dabei ist es doch so ein­fach: Wenn man von Beginn eines jeden Ver­fah­rens, einer jeden Anfrage oder einer Maß­nahme infor­miert und sich aus­tauscht, ent­stehen diese Miss­ver­ständ­nisse und Unzu­frie­den­heiten meist erst gar nicht.
Unser Ziel ist es daher mit allen Bür­ge­rinnen und Bür­gern, aber auch mit allen Orts­räten und allen Ortsvorsteher*innen einen bes­seren Infor­ma­ti­ons­aus­tausch zu pflegen und für alle ein offenes Ohr zu haben. Durch diesen erhöhten Infor­ma­ti­ons­aus­tausch ist es den Bür­ge­rinnen und Bür­gern auch mög­lich, aktiv an Ent­schei­dungen mitzuwirken.
Diese Mit­wir­kungs­mög­lich­keit ist uns ein beson­deres Anliegen, denn ohne enga­gierte Blies­kas­tele­rinnen und Blies­kas­teler, ohne Initia­tiven vor Ort und ohne die ehren­amt­lich Tätigen der zahl­rei­chen Ver­eine wäre Blies­kastel nicht das, was es heute ist. Eine Viel­zahl von Pro­jekten und Initia­tiven in den Berei­chen Umwelt, Soziales, Kultur und vielen mehr wäre ohne Enga­ge­ment der Men­schen hier vor Ort nicht möglich.

Wir GRÜNE sind selbst aus Bür­ger­initia­tiven ent­standen. Wir haben mit vielen dieser Initia­tiven ver­trau­ens­voll zusam­men­ge­ar­beitet und gemeinsam vieles erreicht. Bür­ger­schaft­li­ches Enga­ge­ment muss als will­kom­menes Enga­ge­ment gesehen und ent­spre­chend unter­stützt werden. Denn in Zeiten klammer kom­mu­naler Kassen können viele Dinge in Zukunft gar nicht mehr von der Ver­wal­tung geleistet werden. Das bedeutet, dass sich Stadt­ver­wal­tung und Stadtrat für Bür­ger­en­ga­ge­ment weiter öffnen müssen, sei es bei der Gestal­tung von öffent­li­chen Plätzen und Schul­höfen, der Erhal­tung kul­tur­his­to­ri­scher Denk­mäler wie dem Alex­an­der­turm oder sons­tiger gesell­schaft­li­cher Initia­tiven, die sich für das All­ge­mein­wohl engagieren.

Für eine kon­struk­tive Betei­li­gung der Bür­ge­rinnen und Bürger soll das Han­deln der Stadt­ver­wal­tung mög­lichst trans­pa­rent und nach­voll­ziehbar für alle sein. Uns GRÜNEN ist dabei wichtig, alle Men­schen im Betei­li­gungs­pro­zess mit­zu­nehmen, ins­be­son­dere auch Men­schen mit Behin­de­rung, Migra­ti­ons­hin­ter­grund, junge und alte Men­schen, Men­schen aus bil­dungs­fernen und bil­dungs­nahen Schichten.

Wir GRÜNE möchten die Mög­lich­keiten, sich Gehör zu ver­schaffen, aus­bauen. Von Fahr­rad­wegen und Bolz­plätzen bis hin zur Gestal­tung öffent­li­cher Plätze oder ganzer Areale sollten sich die Bür­ge­rinnen und Bürger nach unserer Auf­fas­sung früh­zeitig in die Pla­nungen ein­bringen können.

Energiewende und Klimaschutz

Energiewende und Klimaschutz

 

Dass wir eine Ener­gie­wende von den fos­silen hin zu rege­ne­ra­tiven Ener­gie­formen brau­chen, ist inzwi­schen unbe­stritten. Auch, dass Atom­strom die teu­erste Energie ist, deren Kosten der „strah­lenden“ Alt­lasten noch längst nicht berechnet werden können. Aber auch die „Ewig­keits­kosten“ des Koh­le­ab­baus werden uns noch viele Jahre begleiten.
Gemäß dem Motto „Global denken und lokal han­deln“ setzen wir uns für eine dezen­trale Ener­gie­ver­sor­gung ein:

Für die Zukunft unserer Kinder und Enkel

Die Umset­zung der Ener­gie­wende ist ein anspruchs­volles Pro­jekt, von dem am Ende alle pro­fi­tieren werden: Region, Mit­tel­stand und Hand­werk, Umwelt und Klima und letzt­end­lich wir Bür­ge­rinnen und Bürger. Der von fast allen Kom­munen der Bio­sphäre unter­zeich­nete Mas­ter­plan 100% Kli­ma­schutz muss drin­gend mit Leben gefüllt werden:
Kon­kret heißt dies, dass in der städ­ti­schen Ver­wal­tung, ihren Betrieben und Lie­gen­schaften Recy­cling­ma­te­ria­lien ver­wendet und moderne Lösungen der Wär­me­däm­mung ein­ge­setzt werden sollen. Der Ausbau erneu­er­barer Ener­gien soll, wo es sinn­voll ist, nach Mög­lich­keit umge­setzt werden. Es braucht ein ener­ge­ti­sches Gebäu­de­ma­nage­ment und För­der­mög­lich­keiten müssen aus­ge­schöpft werden. Bei öffent­li­chen und gewerb­li­chen Bau­vor­haben wollen wir eigene ener­ge­ti­sche Min­dest­stan­dards für die Bio­sphäre als Modell­re­gion etablieren.

Das städ­ti­sche Gebäu­de­ma­nage­ment ist nach unserer Auf­fas­sung immer noch ver­bes­se­rungs­würdig. Die Stadt­ver­wal­tung sollte sich inten­siver mit der ener­ge­ti­schen Sanie­rung der städ­ti­schen Infra­struktur aus­ein­an­der­setzen und hierfür gezielt För­der­mög­lich­keiten aus­schöpfen. Diese Maß­nahmen sind lang­fristig nicht nur aus öko­lo­gi­scher, son­dern auch aus finan­zi­eller Sicht von Vor­teil, da dadurch die Unter­hal­tungs­kosten für die Gebäude enorm gesenkt werden können. Dar­über hinaus sollte die Stadt­ver­wal­tung in Zusam­men­ar­beit mit den Stadt­werken Auf­klä­rungs- und Infor­ma­ti­ons­kam­pa­gnen zum Thema Ener­gie­ein­spa­rung umsetzen.

Wir GRÜNE unter­stützen unseren kom­mu­nalen Ener­gie­ver­sorger, die Stadt­werke Bliestal, als wich­tigen Ansprech­partner vor Ort. Gleich­zeitig sind diese gefor­dert, den ver­än­derten Ansprü­chen der Ener­gie­er­zeu­gung Rech­nung zu tragen und eine Vor­rei­ter­rolle inner­halb der Bio­sphäre zu über­nehmen. Gemeinsam mit der Stadt­ver­wal­tung sollen inno­va­tive Mög­lich­keiten, sowohl bei der Ener­gie­ein­spa­rung, als auch bei der Ener­gie­pro­duk­tion ent­wi­ckelt und umge­setzt werden. Hierzu zählt für uns GRÜNE ein echtes Ener­gie­ma­nage­ment, wel­ches dem­entspre­chend auch per­so­na­li­siert wird.

Wir GRÜNE unter­stützen den Ausbau der erneu­er­baren Ener­gien im Stadt­ge­biet, sei es Wind, Sonne, Bio­masse oder Geo­thermie. Dieser soll natür­lich nur im Ein­klang mit den gel­tenden Vor­schriften erfolgen.

Gesellschaft und Vereine 

Gesellschaft und Vereine

 

 

Der demo­gra­fi­sche Wandel trifft die länd­li­chen Regionen beson­ders hart und stellt Dörfer und Klein­städte vor große Her­aus­for­de­rungen. Auch Blies­kastel wird von dieser Ent­wick­lung nicht ver­schont bleiben. Gebur­ten­rück­gang und Weg­züge haben hier – wie in der gesamten Region – schon in den letzten Jahren ein­ge­setzt. Der Bevöl­ke­rungs­rück­gang auf den Dör­fern macht sich bereits durch Leer­stände, den Rück­gang des bür­ger­li­chen Enga­ge­ments oder dem Mangel an Nach­wuchs bei den Ver­einen bemerkbar. Diesen Ent­wick­lungen gilt es ent­ge­gen­zu­wirken.

Wir GRÜNE wollen trotz des zu erwar­tenden Bevöl­ke­rungs­rück­gangs die Lebens­qua­lität in den Orten erhalten – unser Ziel sind auch in Zukunft leben­dige Dörfer mit einem aktiven Ver­eins­leben. Blies­kastel soll in der Bau­leit­pla­nung auf eine kon­se­quente Innen- vor Außen­ent­wick­lung achten. Nur durch moderne Wohn­formen bleiben die Orts­kerne lebendig.

Wir GRÜNE unter­stützen die Ein­rich­tung inter­kul­tu­reller und sozial ver­bin­dender Treff­punkte und Begeg­nungs­stätten, die den Men­schen vor Ort die Mög­lich­keit bieten, mit­ein­ander in Kon­takt zu treten und für­ein­ander da zu sein. Gemein­we­sen­ar­beit in Orts­teilen, Pfle­ge­ein­rich­tungen und Mehr­ge­nera­tio­nen­häuser haben eine zen­trale Bedeu­tung inner­halb eines Dorfes. Wir GRÜNE sehen darin eine große Chance, das Leben auf dem Land auch in Zukunft attraktiv zu gestalten.

Ehrenamt

Die her­aus­ra­gende Arbeit der Ver­eine – dar­unter zählt auch das ehren­amt­liche Enga­ge­ment in der Feu­er­wehr oder anderer Hilfs­ein­rich­tungen – gilt es so weit wie mög­lich zu för­dern und zu unterstützen.

Sämt­liche Ver­eine sehen sich auf­grund des demo­gra­phi­schen Wan­dels eines großen Mit­glie­der­schwunds gegen­über. Die Feu­er­wehr hat zusätz­lich bedingt durch den Kli­ma­wandel mit stei­genden Ein­satz­zahlen zu kämpfen. Hier wollen wir zu Koope­ra­tionen ermu­tigen. Nur so kann den Her­aus­for­de­rungen der Zukunft begegnet werden. Die Feu­er­wehr muss bei der inten­siven Wer­bung für mehr Enga­ge­ment von Mäd­chen und Frauen in der Wehr unter­stützt werden.

Unser Blies­kas­teler Schwimmbad wollen wir GRÜNE erhalten. Um die Finan­zie­rung aber dau­er­haft zu sichern, sind wir auf Hilfen des Kreises und des Landes ange­wiesen. Es braucht ein Bäder­kon­zept für das ganze Saar­land, bezie­hungs­weise für den Kreis, denn nicht nur Blies­kastel kann sich ein Schwimmbad finan­ziell eigent­lich nicht mehr leisten.

Haushalt und Finanzen

Nach­hal­tige Haus­halts­po­litik bedeutet, nicht auf Kosten der nach­wach­senden Genera­tionen zu leben und diese mit einem Schul­den­berg zu belasten. In der Finanz­po­litik geht es um Genera­tio­nen­ge­rech­tig­keit. Wir wollen weder unseren Kin­dern hohe Zins­lasten für unsere Schulden auf­laden, noch ihnen eine marode Infra­struktur hin­ter­lassen. Wir GRÜNE wollen des­halb lang­fristig die Schulden redu­zieren und gleich­zeitig nach­haltig in die Zukunft investieren.

Für diese Inves­ti­tionen ist es wichtig, dass den Kom­munen über­haupt ein finan­zi­eller Hand­lungs­spiel­raum zukommt: die inzwi­schen auf 13,6 Mil­lionen ange­stie­gene Kreis­um­lage ver­bunden mit gerin­geren Inves­ti­ti­ons­mög­lich­keiten, erschweren uns viel­fach wich­tige Zukunfts­in­ves­ti­tionen. Daher gilt es, sich bei Kreis und Land stark für finan­zi­elle Unter­stüt­zungen und auch Ent­las­tungen zu machen. Es kann nicht sein, dass wir als Stadt immer höhere Aus­gaben durch mehr Ver­ant­wor­tung haben, die finan­zi­ellen Mittel aber gleich­zeitig geringer werden.

Um unsere Struk­turen dau­er­haft zu finan­zieren, sind wir gezwungen, sie zu straffen und sie unseren finan­zi­ellen Mög­lich­keiten anpassen. Haus­halts­sa­nie­rung ist kein Selbst­zweck, son­dern die Vor­aus­set­zung für aktive Zukunfts­ge­stal­tung. Wir GRÜNE möchten daher die Zusam­men­ar­beit mit den anderen Städten und Gemeinden inten­si­vieren und aus­bauen. Um den viel­fäl­tigen und wach­senden Auf­ga­ben­be­rei­chen der Kom­munen auch in Zukunft gerecht werden zu können, muss Blies­kastel unter­schied­liche Koope­ra­tionen mit den Nach­bar­kom­munen ein­gehen. Durch inter­kom­mu­nale Koope­ra­tionen ver­spre­chen wir uns wei­tere Effi­zi­enz­stei­ge­rungen und Einsparmöglichkeiten.

Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche

Kindeswohl

Kinder sind nicht nur Teil ihrer Fami­lien. Sie sind eigen­stän­dige Per­sön­lich­keiten. Auch in einem immer älter wer­denden Blies­kastel brau­chen wir Platz für Kinder und Jugendliche.
Für Kinder müssen Spiel­plätze und Bolz­plätze erhalten und errichtet werden. Solche Inves­ti­tionen sind gerade in der Fläche für das Frei­zeit­an­gebot der Jugend­li­chen wichtig und tragen zu einer funk­tio­nie­renden Dorf­ge­mein­schaft von klein auf bei. Trotzdem müssen Stand­orte von Spiel­plätzen auf ihre Nut­zung über­prüft werden. Lieber weniger, aber gut aus­ge­stat­tete Plätze, vor allem auch in der Altstadt.

Jugendpolitik

Jugend­po­litik dient nicht nur der jungen Genera­tion. Wir sind über­zeugt: Wo sich Jugend­liche wohl­fühlen, bleiben sie auch. Und das dient am Ende auch der (Groß-) Eltern­ge­nera­tion. Von einer Politik für alle Genera­tionen pro­fi­tieren alle Altersgruppen!

Frei­zeit­an­ge­bote in Blies­kastel sind der­zeit über­wie­gend auf die ältere Genera­tion aus­ge­richtet, Ange­bote für junge Men­schen oder junge Blieskasteler*innen gibt es kaum. Und das ist auch kein Wunder, denn unsere Stadt wird über­wie­gend von der Genera­tion 40+ regiert. Jugend­kul­tu­relle Ele­mente werden in den länd­li­cheren Regionen immer häu­figer ver­nach­läs­sigt und verdrängt.
Das wollen wir ändern!

Wir treten mit dem jüngsten Team für die Kom­mu­nal­wahlen an und setzen uns für eine echte Jugend­po­litik ein. Eine Stadt wie Blies­kastel muss auch für junge Men­schen attraktiv sein. Dazu gehören nicht nur Sport- und Kul­tur­ange­bote, son­dern auch eine Stadt­ver­wal­tung, die Anliegen der Jugend­li­chen ernst nimmt.

Wir GRÜNE wollen Jugend­li­chen zunächst einmal Gehör ver­schaffen: regel­mä­ßige Treffen der Bür­ger­meis­terin mit Jugend­ver­tre­tern aus dem Stadt­ge­biet sollen der Ver­wal­tung helfen, zu erkennen, was jungen Men­schen in unserer Stadt fehlt. Sollte sich bei diesen Treffen her­aus­stellen, dass ein Inter­esse an der Grün­dung eines Jugend­bei­rates besteht, so wollen wir einen sol­chen schaffen. Dies sehen wir als Inves­ti­tion in unsere gesell­schaft­liche Zukunft: Jungen Men­schen muss bewusst gemacht werden, dass wir ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment als Säule unserer Gesell­schaft brau­chen und Ver­ant­wor­tung für unsere Stadt Spaß macht.

Die heute jungen Men­schen müssen die sozialen, öko­no­mi­schen und öko­lo­gi­schen Folgen der heu­tigen Politik tragen. Kinder und Jugend­liche sind Chance und Zukunft jeder Gesell­schaft und daher ist es die weit­bli­ckendste Auf­gabe GRÜNER nach­hal­tiger Politik, opti­male Ent­wick­lungs­mög­lich­keiten für alle Kinder unab­hängig von der gesell­schaft­li­chen Zuge­hö­rig­keit ihrer Familie zu schaffen.

Wir wollen ver­schie­dene Frei­zeit­an­ge­bote für Jugend­liche erhalten und schaffen, wie zum Bei­spiel Bolz­plätze und Mul­ti­funk­ti­ons­plätze in den Stadt­teilen oder durch die Unter­stüt­zung ört­li­cher Jugend­clubs. Die jün­gere Genera­tion betreibt häufig auch „moder­nere“ Sport­arten. Blies­kastel sollte sich dieser Ent­wick­lung nicht ver­schließen. Wir GRÜNE unter­stützen daher auch die Idee einer Klet­ter­wand oder eines Skate­parks.
Gra­fitti und Street-Art sind moderne Formen der Kunst, die wir von unseren Straßen nicht gänz­lich ver­bannen sollten. Blies­kastel solle nach dem Vor­bild vieler deut­scher Städte legale Flä­chen für Gra­fitti und Street-Art ausweisen.

Die Kir­mes­ver­an­stal­tungen und die Strau­ßen­ju­gend­or­ga­ni­sa­tionen in unseren ver­schie­denen Stadt­teilen müssen stärker unter­stützt werden. Diese Ver­an­stal­tungen stellen nicht nur für viele Jugend­liche das High­light des Dorf­le­bens dar, son­dern zeugen auch von einer starken und funk­tio­nie­renden Dorfgemeinschaft.

Kultur und Feierlichkeiten

Kultur und Feierlichkeiten

Kultur ist kein Luxus, Kultur ist Lebens­mittel (Johannes Rau, ehem. Bundespräsident)

Dieser Satz ver­deut­licht sehr schön, wie auch wir Kultur ver­stehen. Sie ist kein Anhängsel, son­dern unab­dingbar für unser Leben. In Blies­kastel hat sich in den letzten Jahren eine bunte und viel­fäl­tige Kul­tur­szene ent­wi­ckelt. Seit meh­reren Jahren gibt es auf Initia­tive der GRÜNEN Bei­geord­neten Bri­gitte Adamek-Rin­derle den Kul­tur­stamm­tisch, der inzwi­schen auch als Verein fun­giert. Bil­dende Künstler aus dem Bliesgau, Musiker, viele Kul­tur­schaf­fende und Inter­es­sierte finden hier eine Heimat, die Mög­lich­keiten der Ver­net­zung und schaffen mitt­ler­weile beein­dru­ckende, regional viel­be­ach­tete Ver­an­stal­tungen: Tage der Offenen Ate­liers, die Kaschdler „Musik-Kneipen-Tour“, „AlschArt“ und „Kunst im Treib­haus“, um nur einige zu nennen.

Attraktive Kulturangebote mit und für die Menschen in Blieskastel.

Über­re­gio­nale Aus­stel­lungen werden wie­der­be­lebt, Jugend­kultur wird unter­stützt – alles Ergeb­nisse unserer Kul­tur­ar­beit. Wir unter­stützen eine starke und viel­fäl­tige Kul­tur­szene und kämpfen für künst­le­ri­sche Frei­heit auch jen­seits des Mainstreams.
Nachdem das Blies­kas­teler Alt­stadt­fest in die Jahre gekommen war und leider, trotz mehr­fa­cher Wie­der­be­le­bungs­ver­suche, nicht mehr den Anklang ver­gan­gener Jahre in der Bevöl­ke­rung fand, star­tete im Jahr 2018 erst­mals das Franz-Fest. Etwas kleiner, feiner, kuli­na­ri­scher. Dies gilt es, mit den Ver­einen weiter zu entwickeln.

Wir wollen kul­tu­relle Akti­vi­täten und künst­le­ri­sche Betä­ti­gung für mög­lichst viele Men­schen ermög­li­chen, des­halb setzen wir GRÜNEN uns in Blies­kastel dafür ein, öffent­liche Kul­tur­räume zu erhalten und zu schaffen. Ein großer Mei­len­stein hierbei ist der kürz­lich gefasste Stadt­rats­be­schluss zum Neubau eines Bio­sphä­ren­hauses mit einer Fest­halle, für den sich die GRÜNE Stadt­rats­frak­tion und ins­be­son­dere die Bei­geord­nete Bri­gitte Adamek-Rin­derle als Ideen­ge­berin seit jeher ein­ge­setzt haben. Blies­kastel als Mit­tel­stadt inmitten der Bio­sphäre braucht ein Bio­sphä­ren­haus, das gleich­zeitig den Bür­ge­rinnen und Bür­gern als Ver­an­stal­tungs­halle dient. So soll ein wich­tiger kul­tu­reller Treff­punkt vor allem auch für die Ver­eins­ar­beit erhalten bleiben, gleich­zeitig kann sich die Bio­sphäre mit allen Akteuren attraktiv präsentieren.

Mobilität und Lärmschutz

Mobilität und Lärmschutz

Mehr ÖPNV

Mobi­lität ist ein Grund­be­dürfnis und Vor­aus­set­zung für eine funk­tio­nie­rende Stadt. Der Öffent­liche Per­so­nen­nah­ver­kehr (ÖPNV) sichert die Mobi­lität und damit auch die Teil­habe aller Bür­ge­rinnen und Bürger. Die För­de­rung des öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehrs ist uns daher beson­ders wichtig.
Wir wollen eine sichere und öko­lo­gi­sche Mobi­lität für alle Genera­tionen und Ein­kommen. An einer Mobi­li­täts­wende führt ange­sichts des Kli­ma­wan­dels und sin­kender Erd­öl­för­de­rung län­ger­fristig kein Weg vorbei. Wir GRÜNE möchten den Wandel weg von der „auto­ge­rechten Stadt“ hin zur „men­schen­ge­rechten Stadt“.

Blies­kastel muss wei­terhin an das Netz des ÖPNV ange­schlossen bleiben. Unser ÖPNV muss mehr zu bieten haben als den reinen Schul­bus­ver­kehr! Wir for­dern daher zugleich den Ausbau des Ange­bots in den Abend­stunden und am Wochen­ende. Ins­be­son­dere bedarf es hier einer bes­seren Wer­bung und Über­zeu­gungs­ar­beit in Ver­bin­dung mit einer attrak­ti­veren Preis­ge­stal­tung für Bus und Bahn. Es muss „sexy“ sein, mit dem Bus zu fahren.

Der „Dol­musch” muss für uns GRÜNE erhalten bleiben. Gerade jün­gere und ältere Men­schen sind auf diesen Stadtbus ange­wiesen. Dank des Ein­satzes der GRÜNEN Stadt­rats­frak­tion konnten die Kosten für dieses Angebot gesenkt, aber den­noch für unsere Bür­ge­rinnen und Bürger gesi­chert werden. Unser Ziel ist die Ver­net­zung mit dem St. Ing­berter Stadtbus „Ingo”, um einen bes­seren Anschluss in Rich­tung St. Ing­bert zu schaffen. Gerade als Zen­trum der Bio­sphäre sollte Blies­kastel mit gutem Bei­spiel vor­an­gehen und für den Dol­musch eine Antriebs­technik ohne Emis­sionen anvisieren.

Bessere Verkehrskonzeption für die Altstadt

Durch den Bau des neuen Bus­bahn­hofes und der moder­ni­sierten Ver­kehrs­pla­nung mit drei neuen Krei­seln, hat unsere Barock­stadt an Attrak­ti­vität dazu­ge­wonnen. Gleich­zeitig hat sich aber auch die Park­platz­bi­lanz rund um die Innen­stadt ver­bes­sert. Eine Tat­sache, die sich sowohl im Sinne der Gewer­be­trei­benden als auch der Anwohner positiv ent­wi­ckelt hat. Diese erfolg­reiche Ent­wick­lung möchten wir fort­setzen. Mit der geplanten kleinen Stadt­um­ge­hung am ehe­ma­ligen Bus­bahnhof und der Erwei­te­rung der Alt­stadt wird ein wei­teres Pro­jekt unserer GRÜNEN-Stadt­rats­frak­tion umgesetzt.
Wir GRÜNE möchten eine geord­nete Park­si­tua­tion in der Innen­stadt, bei der sowohl die Inter­essen der Anwohner*innen, als auch die der Gewer­be­trei­benden Berück­sich­ti­gung finden. Daher möchten wir Park­aus­weise für die Anwohner*innen der Alt­stadt für bestimmte Straßen und Teil­be­reiche einführen.

Weniger Lärm

Wir GRÜNE drängen auf eine zügige Umset­zung des Lärm­ak­ti­ons­plans der Stadt Blies­kastel. Meh­rere Orte in unserer Stadt ent­lang der B423 sind bereits heute schon unnötig durch den Lärm und die Abgase des Schwer­last­ver­kehrs belastet, dazu zählen ins­be­son­dere die Orts­durch­fahr­straßen von Aßweiler, Biesingen und Weben­heim, sowie die Saar­ge­münder Straße in Blieskastel.

Wir GRÜNE setzen uns daher mit Nach­druck dafür ein, dass die betrof­fenen Straßen in Blies­kastel für den Transit-Schwer­last­ver­kehr gesperrt werden. Dies würde bedeuten, dass LKW über 7,5 Tonnen nur noch für den Anlie­fer­ver­kehr unsere Straßen benutzen dürfen, sodass unsere orts­an­säs­sigen Unter­nehmen davon nicht ein­ge­schränkt werden würden.
Hier sind vor allem die Kreis­ver­wal­tung und das Lan­des­ver­kehrs­mi­nis­te­rium als zustän­dige Behörden in der Ver­ant­wor­tung. Die Stadt­ver­wal­tung muss sich hier mit Nach­druck für die Inter­essen ihrer Bür­ge­rinnen und Bürger einsetzen.

Durch den Umstieg auf elek­tro­ni­sche Antriebs­tech­niken werden sich die Lärm­emis­sionen redu­zieren. Wir GRÜNE setzen uns für den Ausbau der Ladein­fra­struktur für die Elek­tro­mo­bi­lität ein und möchten die Moda­li­täten für die Nutzer*innen der Lade­säulen vereinfachen.

Bessere Radwege

Der flä­chen­de­ckende Ausbau der Rad­wege mit Anschluss poten­ti­eller Gefah­ren­stellen, wie z.B. die Orts­durch­fahrt Lautz­kir­chen, ist für uns GRÜNE unver­zichtbar – auch im Hin­blick auf die tou­ris­ti­sche Weiterentwicklung.

Wir GRÜNEN möchten unsere Stadt für Fahrradfahrer*innen freund­li­cher machen. So wollen wir bei­spiels­weise mehr befes­tigte Fahr­rad­ständer in der Stadt auf­stellen. Unsere Stadt darf nicht nur für Frei­zeit-Fahr­rad­fahrer attraktiv sein, son­dern muss auch für All­tags­fahr­rad­fahrer sicher und kom­for­tabel nutzbar sein. Dazu gehören auch wei­tere Lade­sta­tionen für Pedelecs und E‑Bikes.

Sicherheit und Sauberkeit

Sicherheit und Sauberkeit

Uns GRÜNEN ist es ein beson­deres Anliegen, dass in Blies­kastel Ord­nung und Sau­ber­keit vor­herrscht: Wir möchten gegen ille­gale Müll­ent­sor­gung kon­se­quent vor­gehen. Hier gilt es auch, die Zusam­men­ar­beit zwi­schen dem städ­ti­schen Ord­nungsamt und des ört­li­chen Poli­zei­re­viers zu inten­si­vieren. Wir setzen uns daher für die Ein­füh­rung eines kom­mu­nalen Ord­nungs­dienstes ein, der auch in den Stadt­teilen für sie unter­wegs ist.
Die Polizei muss auch nachts im Stadt­ge­biet – unab­hängig vom Standort ihres Reviers – prä­sent sein. Wir GRÜNE werden daher mit Nach­druck beim saar­län­di­schen Innen­mi­nis­te­rium darauf bestehen, dass die Polizei zu jeder Tages- und Nacht­zeit in Blies­kastel für Sicher­heit sorgt und bei Not­ruf­a­lar­mie­rungen wenig später vor dem ver­meint­li­chen Tatort sein kann.

Die Ein­hal­tung des Jugend­schutz­ge­setzes darf aus GRÜNER Sicht nicht miss­achtet werden. Auch an Fes­ti­vi­täten und sons­tigen kul­tu­rellen Ver­an­stal­tungen soll an Min­der­jäh­rige kein Alkohol aus­ge­schenkt werden. Wir machen uns für einen kon­se­quenten Jugend­schutz sowie für die Ein­hal­tung der ent­spre­chenden Gesetze stark.

Damit die öffent­li­chen Treff­punkte der Jugend­liche nicht kom­plett sich selbst über­lassen werden, dürfen bestimmte Ent­wick­lungen, z.B. am Bus­bahnhof in Blies­kastel, nicht über­sehen und igno­riert werden. Die Stadt­ver­wal­tung muss daher in Zusam­men­ar­beit mit der Stadt­ju­gend­pflege auch Prä­ven­tiv­an­ge­bote für die Jugend­liche anbieten und för­dern. Die GRÜNE Devise lautet hier:
„Bera­tung und Prä­ven­tion vor Bestra­fung und Repression“.

Umwelt- und Artenschutz

Umwelt- und Artenschutz

Der scho­nende Umgang mit unserer Natur ist für uns GRÜNE eines der Kern­an­liegen. In Zeiten, in denen wir durch Stark­wet­ter­er­eig­nisse und die Ver­än­de­rungen des Klimas den Kli­ma­wandel alle spüren, und in denen sich unsere gesamte Flora und Fauna, auch durch den inten­siven Ein­satz von Pes­ti­ziden, radikal ver­än­dert hat, gilt es auf allen poli­ti­schen Ebenen schnells­tens entgegenzuwirken.
Wir brau­chen drin­gend eine Abkehr vom „Weiter so!“ der ver­gan­genen Jahre. Die Über­zeu­gungs­ar­beit hierfür beginnt vor der eigenen Haustür. Wir als Bio­sphä­ren­re­gion sollten Vor­reiter sein und eine her­aus­ra­gende Rolle annehmen. Blies­kastel soll ein Vor­reiter in Sachen Öko­logie und Nach­hal­tig­keit werden.

In Bezug auf die Aus­wei­sung von (Neu-) Bau­ge­bieten ver­tritt auch der Lan­des­ent­wick­lungs­plan „Bauen“ den Ansatz der GRÜNEN: In Zeiten zurück­ge­hender Bevöl­ke­rungs­ent­wick­lung muss behutsam mit der Aus­wei­sung von Bau­ge­bieten umge­gangen und vor­han­dene Bau­lü­cken zunächst geschlossen werden. Öko­lo­gisch wert­volle Flä­chen müssen erhalten bleiben und dürfen nicht in Bau­ge­biete ver­wan­delt werden.
Wir wollen aktiven Natur­schutz und Erhalt unserer Land­schaft für künf­tige Genera­tionen. Dabei setzen wir uns für den Erhalt und die Pflege unserer Streu­obst­wiesen ein, Obst- und Gar­ten­bau­ver­eine müssen in ihrer Arbeit unter­stützt werden

Landwirtschaft in der Biosphäre

Der Bio­sphä­ren­ge­danke darf auch vor unserer Land­wirt­schaft nicht halt­ma­chen. Der Stadtrat von Blies­kastel hat im Jahr 2018 auf Initia­tive von uns GRÜNEN den Beschluss gefasst, mit dem Blies­kastel sich dem Städ­te­netz­werk „Pes­ti­zid­freie Kom­mune“ ange­schlossen hat. Dies betrifft jedoch nur die städ­ti­schen Flä­chen. Auf­grund des dra­ma­ti­schen Rück­ganges der Insekten in Deutsch­land – seit dem Jahr 1990 sind 75% der Insekten von der Bild­fläche ver­schwunden – muss unserer Ansicht nach noch mehr pas­sieren: auch die Land­wirt­schaft muss wei­test­ge­hend pes­ti­zid­frei werden. Andern­falls werden wir uns alle die Nah­rungs­grund­lage nehmen – denn ohne Insekten zer­fällt unser gesamtes Öko­system, es wird ekla­tante Ern­te­aus­fälle geben.

Wir müssen drin­gend Maß­nahmen ergreifen und diese, für unser aller Leben dra­ma­ti­sche Ent­wick­lung auf­halten. Die Agrar­po­litik der Bun­des­re­gie­rung und der EU haben in den ver­gan­genen Jahren zu dieser Ent­wick­lung bei­getragen. Unsere Bauern müssen große Massen pro­du­zieren, um über­haupt über­le­bens­fähig zu sein. Trotzdem wird zu viel Pro­du­ziertes oft weg­ge­worfen, wie wir alle wissen. Dieser Ent­wick­lung wollen wir – auch zum Wohle unserer Land­wirte und zum Erhalt eines leben­digen Bodens – entgegentreten.

Das wird ein langer Pro­zess, da die Agrar-För­der­struk­turen in den letzten Jahr­zehnten in eine ganz andere Rich­tung gegangen sind. Hier wollen wir Ver­mittler sein und Wege ebnen. Wir wollen eine Zusam­men­ar­beit mit den Bauern unserer Heimat und gemeinsam Kon­zepte für einen ver­min­derten Pes­ti­zid­ein­satz und alter­na­tive Anbau­me­thoden ent­wi­ckeln. Regio­nale Pro­dukte müssen besser ver­marktet, und die Marke „Bio­sphäre Bliesgau“ muss weiter eta­bliert und genutzt werden. Hier sehen wir auch Poten­zial für unsere ört­liche Gastronomie.

Verwaltung und Dienstleistung

Verwaltung und Dienstleistung

Blies­kastel braucht eine bür­ger­nahe und moderne Stadt­ver­wal­tung, die sich als qua­li­fi­zierte Dienst­leis­terin für alle Bür­ge­rinnen und Bürger ver­steht: Die Men­schen sollen sich von der Ver­wal­tung ver­standen und stets gut beraten sowie infor­miert fühlen. Die Politik soll sich an den Bedürf­nissen der Men­schen ori­en­tieren und zu deren Lebens­ver­bes­se­rung bei­tragen. Hierfür bedarf es neben einer sach­ori­en­tierten, pro­fes­sio­nellen Arbeits­weise in der Ver­wal­tung auch einer bes­seren Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kultur.

Ins­be­son­dere der Infor­ma­ti­ons­aus­tausch zwi­schen der Stadt­ver­wal­tung und den ver­schie­denen Inter­es­sen­gruppen muss ver­bes­sert werden, und es muss eine größt­mög­liche Trans­pa­renz für die Bevöl­ke­rung geschaffen werden. Jede und jeder Ein­zelne soll sich mit seinen Anliegen bei der Stadt­ver­wal­tung gut auf­ge­hoben und ernst­ge­nommen fühlen.

Durch die Digi­ta­li­sie­rung wird der öffent­li­chen Ver­wal­tung ganz neue Mög­lich­keiten geboten, die Arbeits­weisen und Pro­zess­ab­läufe zu opti­mieren. Diese Chance muss genutzt werden, um Blies­kastel zu einer modernen und zukunfts­fä­higen Stadt­ver­wal­tung umzu­wan­deln. Dies führt zu Effi­zi­enz­stei­ge­rungen, wodurch sowohl die Bür­ge­rinnen und Bürger als auch die Beschäf­tigten der Ver­wal­tung pro­fi­tieren, da die internen Arbeits­ab­läufe beschleu­nigt und ver­ein­facht werden können.
Vor allem die Ver­wal­tung sollte stets sach­ori­en­tiert ent­scheiden und sich nicht an den Inter­essen der Par­teien ori­en­tieren. Recht und Gesetz sowie die Inter­essen der Blies­kas­tele­rinnen und Blies­kas­teler sollen im Vor­der­grund stehen. Wir möchten dem Ein­druck – auch vor dem Hin­ter­grund des anschwel­lenden Popu­lismus – ent­ge­gen­wirken, dass Politiker*innen ihr Amt nicht nach bestem Wissen und Gewissen aus­üben und die Belange der Men­schen nicht im Vor­der­grund stehen würden.

Wirtschaft und Stadtmarketing

Wirtschaft und Stadtmarketing

Wenn wir den demo­gra­phi­schen Wandel und die Abwan­de­rung der Jungen stoppen wollen, müssen wir dar­über hinaus unseren Kin­dern vor Ort attrak­tive Aus­bil­dungs- und Berufs­chancen bieten. Des­halb arbeiten wir mit Prio­rität an dem Ausbau und dem Erhalt unserer wirt­schaft­li­chen Grund­lage.

Wir GRÜNE setzen uns für eine Stär­kung der inner­ört­li­chen Ent­wick­lung und gegen den Flä­chen­fraß ein. Ein­kaufs­zen­tren auf der grünen Wiese führen zur Ver­ödung der Orts­zen­tren. Wir GRÜNE sind für regio­nale Kreis­läufe zur Stär­kung der Wirt­schaft in der Region.

Die Aus­wei­sung von neuen Gewer­be­ge­bieten darf nicht ver­sagt werden, sofern diese umwelt­ver­träg­lich erschlossen und betrieben werden und mit dem Nach­hal­tig­keits­ge­danken der Bio­sphäre ver­einbar ist. Wir GRÜNE möchten daher das Flä­chen­ma­nage­ment inner­halb der Stadt­ver­wal­tung erwei­tern, damit die Stadt aktiv Hilfe bei Suche nach geeig­neten Gewer­be­flä­chen anbieten kann.

Der Dialog mit den ört­li­chen Ver­einen und Ver­bänden der Gewer­be­trei­benden muss regel­mäßig gesucht werden, um gemeinsam ein funk­tio­nie­rendes Stadt­mar­ke­ting auf die Beine zu stellen und wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Die erst kürz­lich gegrün­dete „Initia­tive Kultur und Gewerbe“ als Nach­folge des Blies­kas­teler Gewer­be­ver­eins muss unter­stützt und geför­dert werden. Die fri­schen Impulse, die davon aus­gehen, stellen eine Berei­che­rung für das gesell­schaft­liche Zusam­men­leben auf meh­reren Ebenen dar.

Dem Stadt­mar­ke­ting muss inner­halb der Ver­wal­tung eine akti­vere Rolle zukommen. Die Kom­mu­ni­ka­tion nach außen muss aus­ge­baut und ver­bes­sert werden. Dazu zählen das Her­vor­heben von Inno­va­tionen und nach­hal­tiger Tech­no­logie orts­an­säs­siger Unter­nehmer, die För­de­rung des Kur­we­sens oder der Regionalvermarktung.

Die Stadt­ver­wal­tung muss das Gespräch mit den ein­hei­mi­schen Wirt­schafts­un­ter­nehmen suchen. Wir GRÜNE möchten daher ein „Forum für Hand­werk und Wirt­schaft in Blies­kastel“ eta­blieren. Bei diesem Forum sollen die Anliegen der Gewer­be­trei­benden vor­ge­tragen werden und Abstim­mungen zwi­schen diesen und der Stadt­ver­wal­tung über eine Kon­zep­tion für ein gemein­sames Stadt­mar­ke­ting erfolgen.

Eine funk­tio­nie­rende Wirt­schaft mit unter­schied­li­chen Unter­nehmen stellt mit ihren viel­sei­tigen Aus­bil­dungs­mög­lich­keiten eine Chance für junge Men­schen dar. Nur wenn es gelingt, genü­gend Arbeits­plätze mit einer bestimmten Qua­lität zur Ver­fü­gung zu stellen, können wir dem demo­gra­phi­schen Wandel etwas ent­ge­gen­setzen und die Land­flucht der jün­geren Genera­tion stoppen.

Die Gewer­be­steuer stellt für die Kom­munen eine der Haupt­ein­nah­me­quellen dar. Wir GRÜNE möchten die Gewer­be­trei­benden und Unternehmer*innen nicht über das Maß hinaus belasten und spre­chen uns daher gegen eine wei­tere Erhö­hung der Gewer­be­steuer aus. Blies­kastel liegt nach der letzten Erhö­hung immer noch im Durch­schnitt der Nach­bar­ge­meinden. Wir GRÜNE möchten Wett­be­werbs­nach­teile für den Wirt­schafts­standort ver­hin­dern, damit Blies­kastel kon­kur­renz­fähig gegen­über anderen Kom­munen bleibt.

Dazu bedarf es auch eines zügigen und flä­chen­de­ckenden Breit­band­aus­baus. Schnelles Internet stellt einen bedeu­tenden Stand­ort­faktor dar und ist für die moderne Arbeits­welt – wie zum Bei­spiel beim Home Office – uner­setz­lich. Dem­entspre­chend muss der Ausbau weiter vor­an­ge­trieben werden und er darf auch vor den klei­neren und abge­le­ge­neren Orts­teilen nicht halt machen.

In den letzten zehn Jahren sind über 1.000 neue Arbeits­plätze ent­standen, die auch mit der Sen­kung der Gewer­be­steuer in Ver­bin­dung stehen. Wir GRÜNE möchten an diese erfolg­reiche Ent­wick­lung anknüpfen und wei­tere Unter­nehmen hier ansie­deln. Hierbei unter­stützen wir ins­be­son­dere Unter­nehmen, die an einer nach­hal­tigen und regio­nalen Wert­schöp­fung inter­es­siert sind.

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