Zur Stadtratssitzung am 29. April 2026 bringt die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen einen Antrag zur zukunftsweisenden Nutzung von Bundesmitteln ein. Die zugesagten 10,2 Millionen Euro aus dem Länder- und Kommunalinvestitionsförderungsgesetz (LuKIFG) sollen vollständig in zwei Schlüsselprojekte fließen: den Neubau der Bliesgau-Festhalle und die grundlegende Sanierung des Jugendzentrums P-Werk. Diese finanzielle Zuweisung bietet die einmalige Chance, langjährige Herausforderungen nachhaltig zu lösen.
Eine strategische Investition in die Zukunftsfähigkeit der Stadt
Nach Ansicht der Grünen sind moderne Kultur- und Jugendeinrichtungen entscheidende Standortfaktoren. Der Antrag zielt darauf ab, die Attraktivität Blieskastels für alle Generationen zu steigern, indem dem reichen Vereins- und Kulturleben mit einer neuen Festhalle ein angemessener Raum gegeben und mit einem sanierten Jugendzentrum der soziale Zusammenhalt gestärkt wird. Die aktuelle Wiedereröffnung der Festhalle kann den langfristigen, baulich bedingten Bedarf nicht decken.
Lukas Paltz, Co-Fraktionsvorsitzender der Grünen, erläutert den strategischen Ansatz: „Diese Bundesmittel ermöglichen uns einen entscheidenden Perspektivwechsel: weg vom reaktiven Flicken von Löchern, hin zum aktiven Gestalten unserer Stadt. Anstatt das Geld auf viele kleine Projekte zu verteilen, wollen wir es gezielt dort einsetzen, wo es den größten und nachhaltigsten Mehrwert für alle schafft. Eine moderne Festhalle und ein saniertes P-Werk sind Investitionen, die über Jahrzehnte wirken, die Lebensqualität für die hier lebenden Menschen sichern und Blieskastel für zukünftige Generationen noch lebenswerter machen.“
Versprechen an die Jugend einlösen
Besonders die Situation des Jugendzentrums P-Werk erfordert dringendes Handeln. Der desolate Zustand wurde von den Jugendlichen selbst, untermauert durch eine Petition mit über 500 Unterschriften, im Stadtrat thematisiert. Der Antrag der Grünen soll sicherstellen, dass den Worten nun die notwendigen finanziellen Taten folgen.
„Seit Jahren ist der Zustand des P-Werks für unsere Jugendlichen unzumutbar, die alte Postwerkstatt verursacht immens hohe Nebenkosten und es bestehen diverse Baumängel. Die jungen Menschen haben ihr Anliegen mit beeindruckendem Engagement selbst im Oktober dem Stadtrat vorgetragen und der Stadtrat hat versprochen, einen Teilabriss und eine Sanierung zu prüfen. Mit den Mitteln des Bundes kann die Forderung nach einer Sanierung erfüllt werden und wieder ein Aufenthaltsort für junge Menschen in unserer Stadt geschaffen werden. Gleichzeitig kann der Grundstein für eine neue Festhalle gelegt werden. Diese historische Gelegenheit dürfen wir nicht verstreichen lassen.“
Der Antrag beauftragt die Verwaltung, bis zur Stadtratssitzung im Juni ein umfassendes Konzept mit einer detaillierten Zeit- und Kostenplanung für beide Projekte vorzulegen, um eine zügige Umsetzung zu gewährleisten.
V.i.S.d.P. Grüne Stadtratsfraktion:
L. Becker & L. Paltz