Grüne Blieskastel kritisieren Vorgehen des Bauamtes

Grüne Blieskastel kritisieren Vorgehen des Bauamtes und fordern mehr Information für die Betroffenen bei der Verkehrsplanung in Blieskastel

 
Bauarbeiten für die Altstadtumgehung trotz ungeklärter Fragen begonnen

Am Montag den 28.10 haben die Bau­ar­beiten zum Alt­stadt­rand Ost begonnen. Damit ent­fallen ab sofort eine grö­ßere Anzahl Park­plätze für die Besu­cher Blies­kas­tels. Die Grünen im Ortsrat und Stadtrat von Blies­kastel, die das Thema seit Jahren kon­struktiv-kri­tisch begleiten, zeigen sich besorgt, da noch viele unge­klärte Fragen offen sind und sei­tens der Ver­wal­tung bisher nicht der Ein­druck erweckt wurde, sich der Sache ernst­haft anzunehmen.
„Seit Jahren for­dern betrof­fene Anwohner und Ein­zel­händler, ebenso wie Ver­treter des Orts- und Stadt­rates, dass vor Beginn der Bau­maß­nahmen die Öffent­lich­keit über Ablauf­pläne und Ersatz­park­plätze infor­miert wird. Ver­wal­tungs­ver­treter hatten dies auch zuge­sagt. Mehr­mals suchten Betrof­fene Stadt­rats­sit­zungen auf, jedoch nur um sich auf den jeweils nächsten Termin ver­trösten zu lassen“, beklagt sich Grü­nen­po­li­tiker Martin Dauber, stell­ver­tre­tender Orts­vor­steher und selbst Gewer­be­trei­bender in Blies­kastel, über das bis­he­rige Vor­gehen der Stadtverwaltung.

Kritik an Konzeptlosigkeit und mangelnder Kommunikationsbereitschaft

Die Grünen kri­ti­sieren in diesem Zusam­men­hang nicht nur die Kon­zept­lo­sig­keit, son­dern auch die man­gelnde Kom­mu­ni­ka­ti­ons­be­reit­schaft der Ver­ant­wort­li­chen und for­dern daher, dass mög­lichst zeitnah eine Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung der Stadt­ver­wal­tung für die Betrof­fenen anbe­raumt werden soll.

“Dass jetzt mit der Bau­maß­nahme begonnen wurde, ohne ein Park­raum­kon­zept für die Bau­phase vor­zu­legen, ohne mit der Bevöl­ke­rung ange­messen zu kom­mu­ni­zieren, ist für uns Grüne weder nachvollzieh‑, noch hin­nehmbar. Wir for­dern des­halb, dass die Stadt­ver­wal­tung mög­lichst zeitnah eine Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung orga­ni­siert, in der den Betrof­fenen das wei­tere Vor­haben erläu­tert wird. Indes muss den Betrof­fenen auch die Mög­lich­keit gegeben werden, ihre Kritik und Bedenken vor­zu­tragen, damit die Ver­wal­tung diese Über­le­gungen in ihre Kon­zep­tion noch auf­nehmen kann“, erklärt Lukas Paltz, Frak­ti­ons­vor­sit­zender der Grünen im Stadtrat von Blieskastel.

Einzelhandel schützen und stärken

Die Blies­kas­teler Grünen erachten die Ein­zel­han­dels­struktur als beson­ders schützen- und erhal­tens­wert, sie bekräf­tigen daher auch noch einmal, dass sie bei dieser Ange­le­gen­heit nicht „locker lassen“ werden und ver­langen von den Ver­ant­wort­li­chen, dass end­lich gehan­delt wird.
„Blies­kastel pro­fi­tiert mit seiner Alt­stadt, noch von einer attrak­tiven, inha­ber­ge­führten Ein­zel­han­dels­struktur. Andere Kom­munen im Saar­land beneiden uns dafür, da diese bereits mit Leer­ständen in den Innen­städten zu kämpfen haben. Dass man mit dieser Struktur sorgsam und sen­sibel umgehen sollte, war bisher offen­sicht­lich nicht das Anliegen des Bau­amtes in dieser Ange­le­gen­heit. Dies muss sich drin­gend ändern. Unsere Kritik richtet sich aus­drück­lich nicht gegen den neuen Bür­ger­meister, Bernd Hertzler, jedoch ist dieser gefor­dert, im Inter­esse der Betrof­fenen das Ruder rum­zu­reißen“, erklärt Paltz abschließend.