Bio­sphä­re: Regeln für nach­hal­ti­ge Grund­was­ser­ent­nah­me einführen

Schutz- und Ent­wick­lungs­zie­le des Bio­sphä­ren­re­ser­vats Blies­gau wahren

Als Reak­ti­on auf die geplan­te Mine­ral­was­ser­för­de­rung in Kir­kel for­dern die Grü­nen gesetz­li­che Regeln, um eine nach­hal­ti­ge Grund­was­ser­ent­nah­me im Bio­sphä­ren­re­ser­vat Blies­gau sicher­zu­stel­len. Die Lan­des­re­gie­rung müsse dazu natur­schutz- und was­ser­recht­li­che Ände­run­gen prü­fen, so Grü­nen-Lan­des­chef Mar­kus Tres­sel und die Vor­sit­zen­de der Blies­kas­te­ler Grü­nen, Lisa Becker. Die Grü­nen ver­wei­sen auf den Akti­ons­plan von Lima, der für Bio­sphä­ren­re­ser­va­te eine bes­se­re gesetz­li­che Ver­an­ke­rung der Schutz- und Ent­wick­lungs­zie­le einfordert.

Mit der UNESCO-Aner­ken­nung sol­len sich die Bio­sphä­ren­re­ser­va­te zu Modell­re­gio­nen im Sinne der Nach­hal­tig­keits­zie­le der UN-Agen­da 2030 ent­wi­ckeln. Mit dem Akti­ons­plan von Lima sind die Bio­sphä­ren­re­ser­va­te in allen Berei­chen, die für die nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung rele­vant sind, auch gesetz­lich zu ver­an­kern. Bei der Grund­was­ser­för­de­rung gibt es der­zeit aber so gut wie kei­nen Unter­schied, ob der Brun­nen im Bio­sphä­ren­re­ser­vat liegt oder nicht. Wir brau­chen klare Regeln für eine nach­hal­ti­ge Grund­was­ser­ent­nah­me, damit die Schutz- und Ent­wick­lungs­zie­le des Bio­sphä­ren­re­ser­vats Blies­gau gewahrt blei­ben“, sagt Mar­kus Tres­sel, Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter und Lan­des­vor­sit­zen­der von Bünd­nis 90/Die Grü­nen Saar.

Die Erste Bei­geord­ne­te der Stadt Blies­kas­tel und Vor­sit­zen­de der Blies­kas­te­ler Grü­nen, Lisa Becker, for­dert die Lan­des­re­gie­rung auf, einen natur­schutz- und was­ser­recht­li­chen Schutz für eine nach­hal­ti­ge Grund­was­ser­för­de­rung im Bio­sphä­ren­re­ser­vat zu prü­fen. Becker: „Das Aus­maß der Mine­ral­was­ser­för­de­rung, die in Kir­kel geplant ist, läuft den Zie­len des Bio­sphä­ren­re­ser­vats ent­ge­gen. Von Nach­hal­tig­keit kann bis­lang keine Rede sein. Die Lan­des­re­gie­rung muss prü­fen, wie sie hier stren­ge Regeln für das Bio­sphä­ren­re­ser­vat Blies­gau erlas­sen kann. Ziel muss es sein, die Grund­was­ser­ent­nah­me, z. B. für eine rein pri­vat­wirt­schaft­li­che Nut­zung, zu regulieren.“

Die Grü­nen ver­wei­sen auf die Gesetz­ge­bungs­kom­pe­ten­zen im Natur­schutz- und Was­ser­recht. Das Saar­land könne seit der Föde­ra­lis­mus­re­form die dies­be­züg­li­chen Bun­des­ge­set­ze ergän­zen und auch davon abwei­chen. Viele Bun­des­län­der nutz­ten bereits ihre neuen Möglichkeiten.

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