Nachdem ab 1999 nun wieder die CDU die Mehrheit stellte, folgte eine lebendige, teils auch hart ausgetragene Oppositionsarbeit. Wobei die grüne Stadträtin Brigitte Adamek-Rinderle Akzente setzte, indem sie beispielsweise beantragte, dass im Sitzungssaal mit Verweis auf den Nichtraucherschutz nicht mehr geraucht werden sollte. Bis zu diesem Zeitpunkt stand an jedem Stadtratsplatz ein Aschenbecher. Später wurde auch das Rauchen im Blieskasteler Schwimmbad untersagt. Heute sind solche Verhältnisse unvorstellbar geworden.
Wie so oft, war die kleine Grünen-Fraktion ihrer Zeit voraus: Das Thema Hochwasserschutz mit Schaffung von Regenrückhaltebecken, aber auch die dauerhafte Sicherung der Hallen wurde thematisiert. Und endlich konnte das Blockheizkraftwerk, schon Jahre zuvor von Joachim Götz als sinnvoll vorgeschlagen, im Freizeitzentrum in Betrieb genommen werden.
Einen besonderen Coup wollte Dr. Werner Moschel landen, indem er aus Haushaltskonsolidierungsgründen den Posten der Frauenbeauftragten nicht besetzen wollte. Allerdings war dieser für eine Stadt der Größe Blieskastels gesetzlich vorgeschrieben. In einer engagierten Rede las Brigitte Adamek-Rinderle dem Bürgermeister und der Mehrheit der männlichen Stadtratskollegen die Leviten, sodass schließlich die Frauenbeauftragte benannt werden musste.
Nach den für die Blieskasteler Grünen erfolgreichen Anfangsjahren scheiterte rot-grün im Bund mit Gerhard Schröder. Bei der anstehenden Kommunalwahl sorgte auch der schlechte Bundestrend für einige politische Veränderungen in Blieskastel. Nachdem im Jahr 2004 überraschend Annelie Faber-Wegener Dr. Werner Moschel als Bürgermeister*in ablöste, beurteilte die Grünen-Fraktion manche ihrer Personalentscheidungen als skandalös und übte harsche Kritik.
40 Jahre Grüne Blieskastel
1999-2004: Beginn einer grünen Kontinuität