Aus­wei­sung „Bicken­alb“ zum Landschaftzschutzgebiet

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Aus­wei­sung „Bicken­alb“ zum Landschaftzschutzgebiet

Rede­bei­trag Lisa Becker, Frak­ti­on Bündnis90/Die Grünen

Frau Bür­ger­meis­te­rin, meine Damen und Herren,

NATURA 2000-Gebie­te unab­ding­bar für Artenvielfalt

selbst­ver­ständ­lich ist es gera­de unse­rer Frak­ti­on ein gro­ßes Anlie­gen, dass Land­schafts- und Natur­schutz­ge­bie­te als Natu­ra 2000 Gebie­te aus­ge­wie­sen wer­den. Die Schutz­ge­bie­te die­nen nach der Fauna- Flora-Habi­tat-Richt­lin­ge sowie der EG-Vogel­schutz­richt­li­nie als Instru­men­ta­ri­um zum Arten- und Lebensraumschutz.

Bei Aus­wei­sung Men­schen mitnehmen

Die Aus­wei­sung kann unse­rer Mei­nung nach aber nur dann ein erfolg­rei­ches Mit­tel zum Arten- und Lebens­raum­schutz sein, wenn sie von den Men­schen vor Ort akzep­tiert und getra­gen wird. Wir als Stadt­rä­te soll­ten immer die Belan­ge aller betei­lig­ten Akteu­re im Auge behalten.
Wie in der Stel­lung­nah­me des Orts­ra­tes Alt­heim zu lesen ist, sind der­zeit drei akti­ve Land­wir­te- davon ein öko­lo­gisch betrie­be­ner Hof- von der Aus­wei­sung unmit­tel­bar betrof­fen. Die Voll­erwerbs­be­trie­be hät­ten eine nicht aus­zu­glei­chen­de Nut­zungs­ein­schrän­kung hin­zu­neh­men, der wir hier nicht zustim­men möch­ten. Wir möch­ten, dass zukünf­tig noch viele Land­wir­te ihr Aus­kom­men in der Bio­sphä­re finden.

Ände­rung durch Flur­be­rei­ni­gung berücksichtigen

Als zusätz­li­cher Aspekt ist neben dem wirt­schaft­li­chen für die Land­wir­te auch noch die Kar­tie­rung ange­spro­chen wor­den. Dem­nach ent­spricht der Gebiets­zu­schnitt in der Rechts­ver­ord­nung nicht mehr den tat­säch­li­chen Gege­ben­hei­ten, die durch die Flur­be­rei­ni­gung im Jahr 2008 geschaf­fen wor­den sind. Eine Gebiets­aus­wei­sung hätte daher wie­der eine Zer­split­te­rung der jet­zi­gen zusam­men­hän­gen­den Gebie­te zur Folge.
Daher kön­nen wir den Ent­wür­fen zur Rechts­ver­ord­nung nicht zustim­men und befür­wor­ten statt­des­sen eine erneu­te Abstim­mung über die Gebiets­aus­wahl zwi­schen dem Umwelt­mi­nis­te­ri­um und den betrof­fe­nen Men­schen vor Ort unter Berück­sich­ti­gung der Flur­be­rei­ni­gung aus dem Jahr 2008.

Danke für ihre Aufmerksamkeit!

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