Straßenname wird Politikum

Manch eine oder einer in Weben­heim wird sich schon gewun­dert haben, ande­re haben es viel­leicht noch gar nicht bemerkt: Seit der ver­gan­ge­nen Hexen­nacht heißt die „Stra­ße des 13. Janu­ar“ plötz­lich „Alte Schul­stra­ße“. Alle Stra­ßen­schil­der wur­den sorg­sam mit einer neu­en Beschrif­tung über­klebt.

Was steckt dahinter?

Der Name „Stra­ße des 13. Janu­ar“ erin­nert an die Volks­ab­stim­mung am 13. Janu­ar 1935, als sich die saar­län­di­sche Bevöl­ke­rung für den Anschluss an Hit­ler-Deutsch­land ent­schied. Die Initia­ti­ve ging auf eine Initia­ti­ve des NS-Gau­lei­ters von 1936 zurück. Damals­stimm­ten über 90% der Saar­län­der für die „Heim­kehr ins Reich“, und in Weben­heim war die Zustim­mung beson­ders hoch. Fast 75 Jah­re nach Kriegs­en­de soll­te die­se unrühm­li­che Benen­nung einer Stra­ße im Orts­zen­trum end­lich durch eine ande­re ersetzt wer­den, die noch mit den Weben­hei­me­rinn­nen und Weben­hei­mern abzu­spre­chen wäre, beson­ders natür­lich mit den betrof­fe­nen Anwoh­nern.
Ange­regt wur­de die­se Dis­kus­si­on von den Mit­glie­dern der GRÜNEN in Weben­heim.

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