SPD und Grüne kooperieren im Blieskasteler Stadtrat

Am kom­men­den Don­ners­tag trifft sich der neu­ge­wähl­te Stadt­rat von Blies­kas­tel zur ers­ten Sit­zung, um sich für die neue fünf­jäh­ri­ge Amts­pe­ri­ode zu kon­sti­tu­ie­ren. Die Kom­mu­nal­wahl am 26. Mai hat die Mehr­heits- und Sitz­ver­hält­nis­se im Stadt­rat ver­än­dert. Zukünf­tig wer­den SPD und Grü­ne im Stadt­rat gemein­sam koope­rie­ren.

Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter bei­der Frak­tio­nen haben sich in den ver­gan­ge­nen Wochen mehr­fach zu Gesprä­chen getrof­fen, um einen Fahr­plan für ihr zukünf­ti­ges gemein­sa­mes Han­deln abzu­stim­men und um die Rah­men­be­din­gun­gen für eine zukünf­ti­ge Koope­ra­ti­on fest­zu­le­gen. Grund­la­ge der zukünf­ti­gen Zusam­men­ar­beit sind die von bei­den Frak­tio­nen fest­ge­stell­ten gro­ßen inhalt­li­chen Über­ein­stim­mun­gen und pro­gram­ma­ti­schen Schnitt­men­gen. Die bei­den Frak­tio­nen möch­ten dazu in den nächs­ten Wochen eine gemein­sa­me Koope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rung ver­ab­schie­den, in der die Schwer­punk­te der zukünf­ti­gen Arbeit aber auch schon   kon­kre­te Vor­ha­ben und Pro­jek­te benannt wer­den.

Trans­pa­renz und Kom­mu­ni­ka­ti­on im Fokus     

Bei­de Frak­tio­nen sehen aber auch gro­ße Über­ein­stim­mung in der Fra­ge des zukünf­ti­gen Stils im Umgang mit Stadt­rat und Bür­ger­schaft „Als Vor­aus­set­zung einer kon­struk­ti­ven Betei­li­gung der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger muss das Han­deln der Ver­wal­tung mög­lichst trans­pa­rent und nach­voll­zieh­bar für alle sein” erläu­tern die bei­den Ver­hand­lungs­füh­rer Gui­do Frei­din­ger und Lukas Paltz über­ein­stim­mend. “Die SPD hat­te eben­so wie ihr Bür­ger­meis­ter­kan­di­dat Bür­ger­nä­he, eine bür­ger­freund­li­che Ver­wal­tung und bes­se­re Teil­ha­be- und Mit­wir­kungs­mög­lich­kei­ten für alle Men­schen in den Vor­der­grund gerückt”, erin­nert Frei­din­ger. “Uns Grü­nen ist dabei wich­tig, dass alle Men­schen im Betei­li­gungs­pro­zess mit­ge­nom­men wer­den und sich ernst genom­men füh­len“, sagt Lukas Paltz, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der der Grü­nen im Stadt­rat von Blies­kas­tel.   
Neben der Ver­wirk­li­chung von mehr Trans­pa­renz möch­ten die Mehr­heits­frak­tio­nen die Stadt­ver­wal­tung auch zu einem qua­li­fi­zier­ten Dienst­leis­ter für alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger wei­ter­ent­wi­ckeln, bei dem sich die Men­schen stets gut infor­miert und bera­ten füh­len.           
„Durch den Wech­sel an der Rat­haus­spit­ze wird es mög­lich sein, eine neue Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kul­tur inner­halb der Stadt­ver­wal­tung und in der Zusam­men­ar­beit zwi­schen Rat und Ver­wal­tung zu eta­blie­ren. Die rot-grü­ne Koope­ra­ti­on im Stadt­rat wird mit dem neu­ge­wähl­ten Bür­ger­meis­ter Bernd Hertzler kon­struk­tiv und ver­trau­ens­voll zusam­men­ar­bei­ten und ihm bera­tend zur Sei­te ste­hen“, bekräf­tigt Achim Jesel, neu­er Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der der SPD im Blies­kas­te­ler Stadt­rat, das gemein­sa­me Vor­ha­ben.


Lisa Becker und Gui­do Frei­din­ger sol­len zu Bei­geor­de­ne­ten gewählt wer­den

Da das Gesetz für die kon­sti­tu­ie­ren­de Sit­zung des Rates die Wahl von Bei­geord­ne­ten als Stellvertreter_innen vor­schreibt, wer­den SPD und Grü­ne am kom­men­den Don­ners­tag in einem ers­ten Schritt ihre Zusam­men­ar­beit auch per­so­nell abbil­den. Sie schla­gen vor, Lisa Becker (Grü­ne) zur ers­ten und Gui­do Frei­din­ger (SPD) zum zwei­ten Bei­geord­ne­ten der Stadt Blies­kas­tel zu wäh­len.
„Für uns Grü­ne ist es von gro­ßer Bedeu­tung, dass die Spit­ze unse­rer Stadt­ver­wal­tung nicht gänz­lich von Män­nern domi­niert wird. Lisa Becker eig­net sich aus unse­rer Sicht auf­grund ihrer beruf­li­chen und poli­ti­schen Erfah­rung bes­tens für die­ses Amt”, erklärt Lukas Paltz, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der der Grü­nen. „Mit Gui­do Frei­din­ger, dem lang­jäh­ri­gen Arbeits­markt­ex­per­ten und Sozi­al­amts­lei­ter der Stadt Saar­brü­cken und bis­he­ri­gen SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den im Blies­kas­te­ler Stadt­rat schla­gen wir einen erfah­re­nen Kom­mu­nal­po­li­ti­ker vor, ergänzt Achim Jesel, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der der SPD. Wir hof­fen, dass die­ser gemein­sa­me Per­so­nal­vor­schlag auf brei­te Zustim­mung stößt und auch über die Gren­zen der rot-grü­nen Koope­ra­ti­on hin­weg Unter­stüt­zer fin­det“, so die bei­den Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den über­ein­stim­mend.

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