CDU und Grüne: Verkehrskonzept stärkt Innenstadt

Falsch­be­haup­tun­gen Jesels scha­den Sach­de­bat­te

Blies­kas­tel. CDU und Grü­ne haben sich für eine rasche Umset­zung des neu­en Ver­kehrs­kon­zepts aus­ge­spro­chen: Für die Alt­stadt bringt das Kon­zept nur Vor­tei­le. Hef­ti­ge Kri­tik üben bei­de Par­tei­en dage­gen an SPD-Chef Achim Jesel für des­sen Falsch­be­haup­tun­gen (SZ vom 23.09.2010). Auch das FDP-Stadt­rats­mit­glied Wer­ner Weih­rauch schließt sich der Kri­tik unein­ge­schränkt an.

Mei­len­stei­ne für attrak­ti­ve Innen­stadt

Das Kon­zept ver­bes­sert die Ver­kehrs­an­bin­dung für die Innen­stadt. Es sorgt für aus­rei­chend Park­plät­ze und einen siche­ren Bus­ver­kehr — vor allem für die Schü­ler. Dies alles sind Mei­len­stei­ne für eine leben­di­ge und attrak­ti­ve Innen­stadt“, erklär­ten die Vor­sit­zen­den der Stadt­rats­frak­tio­nen Mar­tin Dau­ber (Grü­ne) und Hol­ger Schmitt (CDU). Auch wird der Bliestal­frei­zeit­weg ange­bun­den, und Rad­fah­rer gelan­gen ohne Stra­ßen­über­que­rung in die Innen­stadt.

Pla­nung auf aktu­el­le Bedin­gun­gen abge­stimmt

Von einem zusätz­li­chen Krei­sel an der B423/Blickweiler Stra­ße wer­den die Gewer­be­trei­ben­den pro­fi­tie­ren, fin­det auch das FDP-Stadt­rats­mit­glied Wer­ner Weih­rauch.  Die jet­zi­ge Pla­nung ist auf die neue Situa­ti­on nach Fer­tig­stel­lung der Blies­brü­cke vor den Toren Blies­kas­tels abge­stimmt und an die Erfor­der­nis­se ange­passt.

Falsch­be­haup­tun­gen Jesels leicht wider­legt

Die jüngs­te Kri­tik der SPD ist völ­lig aus der Luft gegrif­fen und war bereits bei der Prä­sen­ta­ti­on der neu­en Pla­nung ein­deu­tig wider­legt“, erklä­ren Dau­ber und Schmitt. Beim Bus­bahn­hof und den dor­ti­gen Stell­plät­zen hat sich der SPD-Mann ver­zählt. Die benö­tig­ten Bus­hal­te­stel­len waren im Plan ent­hal­ten.

Auch beim geplan­ten Spiel­platz gibt es kei­ne Ände­run­gen: „Der Orts­rat von Blies­kas­tel-Mit­te steht voll hin­ter dem Spiel­platz. Von einem Weg­fall kann kei­ne Rede sein. Wir haben die­se Fra­ge bereits im Aus­schuss klar­ge­stellt“, erklär­te Blies­kas­tels Orts­vor­ste­her Jür­gen Traut­mann.

Park­plät­ze drin­gend benö­tigt

Hef­ti­ge Kri­tik üben alle Par­tei­en an der igno­ran­ten Hal­tung der SPD zum Park­platz­be­darf. Der Gut­ach­ter Prof. Jür­gen Schnei­der hat nach­ge­wie­sen, dass alle bestehen­den Park­plät­ze benö­tigt wer­den: „Wenn die SPD nun Park­plät­ze abschaf­fen will, nimmt sie einen Scha­den für die Innen­stadt und den dor­ti­gen Han­del bil­li­gend in Kauf.“ Falsch ist auch die Behaup­tung, der Para­de­platz soll nach dem Ver­kehrs­kon­zept auto­frei wer­den. Hol­ger Schmitt: „Wäh­rend der öffent­li­chen Vor­stel­lung des Kon­zepts wur­de sogar auf die Zu- und Abfahrt zum Para­de­platz ein­ge­gan­gen. Lei­der war von der SPD-Stadt­rats­frak­ti­on bei der Vor­stel­lung für die Bür­ger und die Gewer­be­trei­ben­den nie­mand anwe­send.“

SPD bevor­zugt die Grü­ne Wie­se und schwächt Innen­stadt

Wäh­rend die Blies­kas­te­ler SPD das Ver­kehrs­kon­zept als „park­platz­las­tig“ kri­ti­siert, för­dert sie gleich­zei­tig Super­märk­te auf der grü­nen Wie­se. So hat die SPD für ein Fach­markt­zen­trum auf dem heu­ti­gen Gelän­de der “Fund­gru­be” gewor­ben.

Es ist schon selt­sam, wel­che Unter­stüt­zung die SPD einem nicht orts­an­säs­si­gen Inves­tor gewährt, wäh­rend sie in der Alt­stadt Park­plät­ze weg­neh­men will“, so Hol­ger Schmitt. Unver­ständ­lich sei auch die For­de­rung der SPD, Gewer­be­trei­ben­den in der Alt­stadt wie­der mit Gebüh­ren für die Nut­zung öffent­li­cher Stra­ßen und Plät­ze zu belas­ten.

CDU, Grü­ne und FDP sind sich dage­gen einig, dass die Erhal­tung der Innen­städ­te und die För­de­rung der ört­li­chen Gewer­be­trei­ben­den abso­lu­ten Vor­rang haben. „Dies unter­schei­det uns von der SPD“, so Dau­ber und Schmitt abschlie­ßend.

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