Friedhofswesen der Stadt Blieskastel

TOP 6: Friedhofswesen der Stadt Blieskastel


Rede­bei­trag Lisa Becker, Frak­ti­on Bünd­nis 90 / Die Grü­nen

Lie­be Frau Bür­ger­meis­te­rin, lie­be Kol­le­gin­nen u Kol­le­gen,

uns Grü­nen ist beim heu­ti­gen Beschluss vor allem wich­tig, dass wir nun von einer bis­her nur rund 50%igen Kos­ten­de­ckung der Fried­hofs­kos­ten auf nun­mehr 80% Kos­ten­de­ckung kom­men.
Zwar wäre das End­ziel eigent­lich eine 100%ige Kos­ten­de­ckung, jedoch kann man dem Bür­ger nur schwer­lich eine so exor­bi­tan­te Kos­ten­stei­ge­rung auf­er­le­gen. Immer­hin kos­tet ein Urnen­grab nun statt 816€, 1.832€.

Daher sind die nun im Raum ste­hen­den 80% für uns ein guter Kom­pro­miss zwi­schen dem Ziel der Haus­halts­sa­nie­rung bzw. der Kos­ten­de­ckung und dem Anspruch, dass die Fried­hofs­ge­büh­ren für die Men­schen bezahl­bar blei­ben müs­sen.

Klar ist uns in die­sem Kon­text aber auch – und das möch­ten wir hier in aller Deut­lich­keit dar­stel­len – dass, die Gebüh­ren nur dann so bestehen blei­ben kön­nen, wenn wir lang­fris­tig die Anzahl der Fried­hö­fe im Stadt­ge­biet mini­mie­ren.

Die Num­mer 1 unse­rer heu­ti­gen Beschluss­vor­la­ge stellt für uns daher nur eine Moment­auf­nah­me dar. Natür­lich ist auch uns klar – und vor allem mir als Dorf­kind – dass, Fried­hö­fe gera­de in den klei­ne­ren Ort­schaf­ten oft noch die ein­zi­gen oder eine der letz­ten Begeg­nungs­stät­ten sind. Somit wür­de man denen, die sich sowie­so schon abge­hängt füh­len, auch noch das letz­te biss­chen Infra­struk­tur neh­men.

ABER: Zum einen dau­ert es vom Schlie­ßungs­be­schluss bis zur end­gül­ti­gen Still­le­gung eines Fried­ho­fes sowie­so min­des­tens 25 Jah­re.

Zum ande­ren – und das fin­den wir ist ein sehr wich­ti­ger Punkt – soll­ten wir uns über­le­gen, was für uns als Gesell­schaft von Blies­kas­tel das wich­tigs­te Ziel ist? Wol­len wir in die Zukunft inves­tie­ren und unser Geld in Kin­der­gär­ten, Schu­len, Inno­va­ti­on und Erneue­rung ste­cken oder wol­len wir 19 Fried­hö­fe sub­ven­tio­nie­ren?

Für uns ist das eine Fra­ge der Genera­tio­nen­ge­rech­tig­keit.

Sicher, kei­ne ange­neh­me Fra­ge, aber eine, der wir uns stel­len soll­ten.

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